200 junge Stimmen im Bundeshaus

13.11.2025
Am vergangenen Sonntag ging die 34. Eidgenössische Jugendsession in Bern zu stillem Applaus zu Ende.
Vier Tage, elf Forderungen, 200 engagierte junge Menschen und schon etwas Nostalgie.
Aus allen Regionen der Schweiz kamen Jugendliche zusammen, um aktuelle politische Fragen zu diskutieren, mit Politiker*innen und Expert*innen in den Austausch zu treten, und nicht zuletzt, ihre eigenen Forderungen direkt der Nationalratspräsidentin und ehemalige Jugendsessionsteilnehmerin übergeben.
Eindrücke und Stimmen der Teilnehmenden gibt’s hier:
→ Bilder aus der Jugendsession 2025
→ Videos aus den thematischen Arbeitsgruppen
→ Bericht von 3Fach
→ Tagesschau SRF
→ Blue News Beitrag
→ Livestream der Jugendsession nachschauen
Schon in den Arbeitsgruppen am Donnerstag zeigte sich, wie schnell sich die Teilnehmenden auch in komplexe Themen einarbeiten konnten. Fachpersonen aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft standen ihnen dabei beratend zur Seite. Am Freitag begleiteten zahlreiche Mitglieder des National- und Ständerats die Gruppen und gaben wichtige Inputs für die Ausarbeitung der politischen Forderungen. Bundeskanzler Viktor Rossi besuchte die Session am Samstag, und am Sonntag eröffnete Nationalratspräsidentin Maja Riniker, die selbst einst Teilnehmerin der Jugendsession war, die Plenardebatte. Ein weiterer Höhepunkt neben der Übergabe der Forderungen auch die Verleihung des Prix Jeunesse, der 2025 an Radio Summernight ging.
Inhaltlich reichten die Themen von Bildung, Sexualgesundheit und Digital Governance bis hin zu Finanzmarktregulierung und Neutralität. Die Jugendlichen fordern unter anderem schweizweite Gratis-Kondome und Tests auf Geschlechtskrankheiten für unter 25-Jährige, Massnahmen zur Entlastung in der Berufsbildung, einen einheitlichen Jugendschutz im digitalen Raum sowie einen Eigenkapitalbedarf von 75 % für Risiken ausländischer Bank-Tochtergesellschaften.
Alle elf Forderungen der Jugendsession 2025 findest du hier:
→ Zu den Forderungen
Zum Abschluss der Session überreichten die Teilnehmenden ihre Forderungen feierlich an Maja Riniker. Sie bedankte sich für das starke Engagement und betonte, wie wichtig es sei, dass junge Menschen sich weiter politisch einbringen, auch ausserhalb der Jugendsession.
Die diesjährige Ausgabe bestätigt: Trotz Krisen, Unsicherheiten und komplexer Fragen bringen sich junge Menschen mit Nachdruck und Substanz in politische Prozesse ein. Sie diskutieren, hinterfragen und entwickeln eigene Lösungen und machen klar: Jugendpartizipation ist eine Voraussetzung für die Zukunft unserer Demokratie.
Und du, bist du nächstes Jahr dabei?



