Prävention im Freizeitbereich: Updates aus der 2. Projektphase
25.9.2025
Wie können Jugendvereine Kinder und Jugendliche besser vor Grenzverletzungen schützen? Die zweite Phase des Präventionsprojekts Freizeitbereich der SAJV in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Limita zur Prävention sexueller Ausbeutung liefert Antworten und konkrete Ansätze.
Aktivitäten in der Freizeit sollen Spass machen und sicher sein, doch gerade im Freizeitbereich besteht ein hohes Risiko für Grenzverletzungen und sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen. Viele Jugendorganisationen, die mit Freiwilligen arbeiten, haben nicht genügend Ressourcen, um eigene Präventionsmassnahmen zu entwickeln, obwohl diese dringend nötig wären. Hier setzt das Präventionsprojekt Freizeitbereich an: Die SAJV und die Fachstelle Limita unterstützen Jugendvereine und -verbände kostenlos dabei, Schutzkonzepte und Präventionsinstrumente zu erarbeiten.
Nun ist die zweite Projektphase abgeschlossen. In den vergangenen Wochen haben wir in drei Vertiefungsworkshops intensiv mit Geschäftsleitungen, Präventionsverantwortlichen und Freiwilligen-Koordinator*innen gearbeitet. Im Mittelpunkt standen dabei Fragen rund um Personalmanagement, Meldemanagement und Krisenmanagement:
- Welche Strukturen braucht es, damit Aufnahmeprozesse sicherer werden?
- Wie können wir Meldestellen so gestalten, dass auch kleine Grenzverletzungen frühzeitig angesprochen werden?
- Wie handeln Organisationen im Ernstfall koordiniert und professionell?
In Gruppenarbeiten haben die teilnehmenden Jugendvereine ihre aktuellen Strukturen reflektiert, Herausforderungen gesammelt und gemeinsam an Lösungen gearbeitet. Entstanden sind viele Impulse und Praxisbeispiele, die nun in realitätsnahe und niederschwellige Präventionsmassnahmen einfliessen.
Bisher zeigen die Erfahrungen aus der zweiten Phase, wie wichtig es ist, Prävention nicht nur als Zusatz, sondern als festen Bestandteil der Vereinsstrukturen zu verankern. Schutzkonzepte geben Sicherheit, Orientierung und tragen dazu bei, Kinder und Jugendliche im Vereinskontext wirksam zu schützen.
Die nächsten Schritte dieser 2. Projektphase bauen darauf auf und die Erkenntnisse werden in Schutzkonzepte gepackt, die Jugendorganisationen dann nachhaltig einsetzen können. Wir halten Euch auf dem Laufenden.
Wie geht es weiter?
In der 3. Phase des Projekts, die von 2026 bis 2027 dauert, gibt es Abschlussworkshops, in denen die Resultate aus Phasen 1 + 2 vorgestellt werden. Die Jugendorganisationen erhalten wertvolle Inspiration und Hinweise, wie sie das Erarbeitete an ihre eigenen Vereins- oder Verbandsstrukturen anpassen können.
