12.5.2024

Demokratie & Stereotype

Modul 4 nahm das Thema der Stereotype unter die Lupe, die demokratische Prozesse sowohl fördern als auch behindern können. Die Teilnehmenden beschäftigten sich intensiv mit der Frage, wie die soziale Konstruktion Stereotypen bestimmte Gruppen systematisch ausschließt und wie diese Barrieren überwunden werden können. Ein zentrales Ziel des Moduls war es, durch praktische Tools und Methoden den Zugang zu demokratischen Strukturen für alle zu erleichtern. Im praktischen Teil des Moduls entwickelten die Teilnehmenden Facilitation Cards, die als visuelle Hilfsmittel in der Jugendarbeit zur Bekämpfung von Stereotypen eingesetzt werden können.


Inhalt

Das Thema des Moduls fokussierte auf die soziale Konstruktion von Stereotypen und deren Auswirkungen auf die demokratische Teilhabe. Die Teilnehmenden untersuchten, wie Stereotype und Vorurteile die Wahrnehmung und den Zugang zu politischen und gesellschaftlichen Prozessen verzerren können. Ein besonderes Augenmerk galt der Inklusion und den Barrieren, die diese für marginalisierte Gruppen schaffen. Es wurde diskutiert, wie Vorurteile unsere gesellschaftliche Interaktion schon vor Beginn beeinflussen und welche Auswirkung dies auf die soziale Kohäsion hat. Darüber hinaus wurden die Teilnehmenden durch einen Prozess geleitet, des ihnen hilft, sich mit ihren eigenen Vorteilen auseinander zusetzten. .

Methoden

In diesem Modul stand die Arbeit mit Facilitation Cards im Mittelpunkt. Diese Methode wurde entwickelt, um komplexe Themen wie Stereotype und soziale Ausgrenzung greifbar zu machen. Die Teilnehmenden erstellten eigene Karten, die als didaktisches Tool in Workshops zur Bewusstseinsbildung genutzt werden können. Weitere didaktische Methoden wie Fallstudien, Rollenspiele und Gruppendiskussionen wurden angewendet, um das Thema auf verschiedene Weisen zu beleuchten. Der Fokus lag auf einem interaktiven, kreativen Ansatz, der es den Teilnehmenden ermöglichte, praxisnahe Lösungen zu entwickeln. 

Austausch

Der interkulturelle Austausch spielte auch hier eine zentrale Rolle. Die Teilnehmenden reflektierten, wie normative Strukturen in ihren jeweiligen Ländern und Kulturen die demokratische Teilhabe und das Verständnis von Gleichberechtigung prägen. In den Reflection Groups wurden tiefgehende Diskussionen geführt, die nicht nur die politischen und gesellschaftlichen Bedingungen in den Heimatländern der Teilnehmenden thematisierten, sondern auch neue Ansätze für inklusivere demokratische Prozesse entwickelten. Die Arbeit an den Facilitation Cards ermöglichte es den Teilnehmenden, ihre eigenen Erfahrungen und Perspektiven auf kreative Weise einzubringen. Eine Stadtführung durch Durres brachte den Teilnehmenden die lokale Realität näher.