26.11.2023

Demokratie & Feminismus

Modul 2 stellte Feminismus und Demokratie in den Mittelpunkt. Die Teilnehmenden analysierten bestehende Geschlechterrollen, Stereotype und den Einfluss von Machtstrukturen auf die politische und soziale Teilhabe von Frauen. Ziel war es, feministisches Denken als eine Perspektive zu etablieren, die demokratische Systeme kritisch hinterfragt und dazu aufruft, die Inklusion aller Gesellschaftsgruppen zu fördern. Neben theoretischen Inputs standen praktische Anwendungen im Vordergrund: Mit der Integration von Spielen wurden praxisorientierte Lösungen erarbeitet, wie man demokratische Bildungsräume für alle Geschlechter gleichberechtigt gestalten kann. In einem interaktiven Austausch wurde die Anwendung feministischer Prinzipien in der Jugendarbeit erarbeitet und reflektiert.


Inhalt

Feminismus als demokratischer Impuls war das zentrale Thema: Wie wirken sich patriarchale Strukturen auf die politische Teilhabe von Frauen und anderen marginalisierten Gruppen aus? Welche politischen und gesellschaftlichen Hürden gilt es zu überwinden, damit Gleichstellung und Partizipation für alle gewährleistet sind? Die Geschichte des Feminismus zeigte, wie feministische Prinzipien in gesellschaftliche, politische und bildungspolitische Handlungsfelder wirken.  

Methoden

Im Fokus stand der Einsatz von (Board) Games als kreatives und inklusives Trainingstool, das den Teilnehmenden half, praxisnahe Szenarien zu entwickeln und Lösungen für Inklusion und Gleichstellung in demokratischen Kontexten zu finden. Basierend auf der Analyse des Training Tools wurden eigene Spiele rund um das Thema Feminismus für die Jugendarbeit entwickelt. Die Methodenauswahl reflektierte feministisches Handeln und ermöglichte es den Teilnehmenden, in sicheren Räumen zu üben und dabei neue Perspektiven zu entwickeln. Tools wie Reflexionsrunden und Peer-Feedback wurden ebenfalls angewendet, um die praktischen Ergebnisse direkt auf die eigenen Organisationen und Settings zu übertragen. 

Austausch

Ein besonders bereichernder Austausch fand im interkulturellen Kontext statt, als die Teilnehmenden die unterschiedlichen feministischen Perspektiven aus ihren Heimatländern miteinander teilten. Durch die verschiedenen Erfahrungen in der politischen und sozialen Landschaft wurde ein tiefgehendes Verständnis für die vielseitigen Herausforderungen von Geschlechtergerechtigkeit in verschiedenen Gesellschaften entwickelt. Passend zum Thema besuchte die Gruppe eine Ausstellung zum Thema «Vergessene Künstlerinnen Sloweniens» in Ljubljana.