Demokratie & Training
17.9.2023
Das erste Modul der Academy markierte den gemeinsamen Startpunkt einer internationalen Lernreise. In Lausanne trafen sich junge Multiplikator:innen aus neun Ländern, um Demokratie als gelebtes Konzept zu erforschen – weit über institutionelle Definitionen hinaus. Im Zentrum stand dabei die Auseinandersetzung mit Macht, Partizipation und dem Zugang zu demokratischen Strukturen. Gleichzeitig ging es um die Frage: Was macht eigentlich eine gute Trainer:in aus? Die Gruppe lernte erste Werkzeuge der Trainingsplanung kennen und entwickelte eigene Energizer für die non-formale Jugendbildung. Es war ein Modul der gemeinsamen Verortung – inhaltlich, biografisch und methodisch.
Inhalt
Demokratie wurde im Modul 1 nicht als abstrakter Begriff behandelt, sondern als vielschichtige, lebendige Praxis. Die Teilnehmenden diskutierten Indikatoren für funktionierende Demokratien, beleuchteten Hürden zur Partizipation – etwa Machtstrukturen, Diskriminierung oder Privilegien – und erarbeiteten eigene Demokratie-Landkarten.
Methoden
Im methodischen Zentrum stand das Thema Energizer: Welche Funktionen erfüllen sie, wie können sie inklusiv gestaltet werden, und wie plant man sie zielgerichtet als Trainingsinstrument? Die Gruppe entwickelte eigene Energizer, testete sie mit Peer-Feedback und reflektierte dabei auch ihre eigene Rolle als Trainer:in. Ergänzt wurde dies durch Tools wie die 15%-Lösung, Flower Mapping und das Outcomes-Based Planning.
Austausch
Die interkulturelle Dimension des Moduls zeigte sich nicht nur im Austausch über Demokratieverständnisse, sondern auch im Aufbau eines vertrauensvollen Gruppengefühls. Die Teilnehmenden brachten Perspektiven aus unterschiedlichen politischen Systemen ein und reflektierten in Learning Journals, wie ihre Herkunftskontexte ihre Sicht auf Mitbestimmung prägen.
