Medienmitteilung, 18.12.2025
Ständerat verzichtet in der Wintersession auf Kürzungen in der Kinder- und Jugendförderung: Die Jugendorganisationen begrüssen einen verantwortungsvollen Entscheid
Die Jugendorganisationen in der Schweiz begrüssen den Entscheid des Ständerats, der Empfehlung seiner Finanzkommission (FK-S) zu folgen und im Rahmen des Entlastungspakets 2027 (EP27) auf die Kürzung der Bundesbeiträge an die ausserschulische Kinder- und Jugendförderung zu verzichten.
Dieser Entscheid bestätigt, was die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) und und ihre Mitglieds- und Partnerorganisationen in den letzten Wochen wiederholt betont haben: Sparmassnahmen dürfen nicht auf dem Rücken von Kindern und Jugendlichen umgesetzt werden und nicht jene Strukturen schwächen, die jährlich über eine Million junge Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung, ihrem sozialen Lernen und ihrer Teilhabe unterstützen.
In den vergangenen Monaten hat die SAJV mit über 80 Organisationen aus dem Jugendbereich zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass die Förderung von Kinder- und Jugendaktivitäten ausreichend finanziert wird. Mit den 15'000 Menschen, die den offenen Brief an den Bundesrat zu Beginn des Jahres unterzeichnet haben, konnte die SAJV eindrücklich auf die Bedeutung einer stabilen und nachhaltigen Jugendpolitik hinweisen.
Diese breite und geeinte Mobilisierung hat die Stärke eines Sektors gezeigt, der zusammenarbeitet und sich Gehör verschafft, wenn es um die Zukunft der Jugendlichen geht. Die SAJV ist jedoch weiterhin besorgt über das Ausmass der Einsparungen, die durch dieses Entlastungsprogramm auf nationaler Ebene erzielt werden. Ein Grossteil dieser Einsparungen muss von den Kantonen oder sogar den Gemeinden aufgefangen werden, was einen zusätzlichen Druck auf die kantonalen oder kommunalen Mittel für die Unterstützung von Jugendaktivitäten zur Folge hätte.
Das parlamentarische Verfahren geht weiter, und der Nationalrat muss noch darüber abstimmen. Die SAJV bleibt zuversichtlich, dass sie sich für eine robuste, gerechte und langfristig angelegte Jugendpolitik einsetzen kann: In junge Menschen zu investieren bedeutet, in den sozialen Zusammenhalt, die öffentliche Gesundheit und die demokratische Stabilität zu investieren.






