Zwei Mal Nein am 14. Juni 2026
26.5.2026
Der nächste Abstimmungssonntag steht vor der Tür. Dieses Mal haben wir die Möglichkeit, über zwei Gesetzesvorlagen auf Bundesebene abzustimmen. Als junge Menschen und als Dachverband der Kinder- und Jugendorganisationen empfinden wir es als grundlegend, dass die Jugend die ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzt, um darüber zu entscheiden, was heute und morgen in unserer Gesellschaft passieren wird. Deshalb erinnern wir euch daran: Nutzen wir die Chance und gehen wir abstimmen – denn die Jugend hat etwas zu melden!
Nein zur
Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)»
Die SAJV lehnt die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» ab. Als Mitglied des Netzwerk Kinderrechte Schweiz sind wir der Ansicht, dass die Initiative den Schutz der Rechte aller Kinder und Jugendlichen in der Schweiz gefährdet. Sie führt zu konkreten Verletzungen der Kinderrechte im Migrations- und Asylwesen und öffnet zugleich die Tür zu einer Kündigung der UN-Kinderrechtskonvention (KRK) – mit gravierenden Folgen für den Alltag aller Kinder und Jugendlichen in der Schweiz.
Darüber hinaus würde die Initiative die Beziehungen der Schweiz zur Europäischen Union stark belasten. Sie könnte dazu führen, dass die Schweiz zentrale bilaterale Verträge mit der EU nicht mehr einhalten kann. Für junge Menschen hätte dies besonders konkrete Folgen: Programme wie Erasmus+ und andere internationale Austausch- und Mobilitätsmöglichkeiten könnten erneut gefährdet werden. Aus Sicht der SAJV sind solche Programme zentral, damit junge Menschen internationale Erfahrungen sammeln, ihre Kompetenzen erweitern und Europa aktiv mitgestalten können.
“Junge Menschen wachsen heute in einer vernetzten Welt auf. Eine Politik der Abschottung gefährdet Bildungs-, Berufs- und Lebensperspektiven einer gesamten Generation. Die Initiative ist weder nachhaltig - noch liefert sie Antworten auf die realen Heraus-forderungen unserer Zeit.”
- Michael Reichmuth,
Präsidium der SAJV
Nein zur
Änderung des Zivildienstgesetzes
Die SAJV lehnt die Änderung des Zivildienstgesetzes ab. Der Zivildienst leistet einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft und entlastet zahlreiche gemeinnützige, soziale und öffentliche Institutionen. Auch die SAJV beschäftigt selbst einen Zivildienstleistenden und sieht aus eigener Erfahrung, wie wertvoll dieser Einsatz ist.
Aus Sicht der SAJV schwächt die Vorlage den Zivildienst unnötig, ohne die tatsächlichen Herausforderungen der Armee zu lösen. Wenn der Zugang zum Zivildienst erschwert wird, fehlen künftig engagierte junge Menschen in Bereichen, in denen ihre Arbeit dringend gebraucht wird – etwa in sozialen Einrichtungen, Bildungsangeboten, Umweltprojekten oder Jugendorganisationen. Als Mitglied der Koalition gegen die Gesetzesänderung setzt sich die SAJV deshalb für einen starken, zugänglichen und gesellschaftlich anerkannten Zivildienst ein.
“In der Pflege, den Schulen und dem Naturschutz leisten Zivis einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag. Die Revision des Zivildienstgesetzes würde diesen Beitrag massiv schwächen. Deshalb sage ich klar Nein zur Erschwerung des Zugangs zum Zivildienst.”
- Beda Lengwiler,
Vize-Präsidium der SAJV
Was können wir tun?
- bis am Dienstag 09.06.2026 vor dem Abstimmungssonntag brieflich abstimmen gehen
- ab Mittwoch 10.06.2026 reicht der Briefweg nicht mehr
- am Sonntagmorgen bis 12 Uhr die Stimmzettel in die Urne der Gemeinde einwerfen
- unsere Freund*innen, Kolleg*innen und Familie auf die Abstimmung hinweisen
Ab an die Urnen – denn auch die Stimme der Jugend zählt!